Geburtstagstrekk
10 07 2012Hallo Zusammen
Von Corioco aus ging es in den frühen Morgenstunden Richtung La Paz. 1-2 Stunden vor La Paz am Pass Le Cumble auf 4600 Metern befand sich der Startpunkt des Chorotrekks. Am Eingang zum Nationalpark war leider niemand und so habe ich mir die Infokarte einfach stibitzt. Es sollte immerhin mein einziges Kartenmaterial für die nächsten 4 Tage sein. Und so ging es dann hinauf zum Pass, das heißt 20 Schritte, Kippen Pause, 20 Schritte Pause… Leider war die Wegfindung nicht so einfach und so stellte sich die Frage welcher Pass denn derRichtige ist. Glücklicherweise waren da noch 4 anderen die sich den Berg hochquellten die ich Fragen konnte. Leider hatten die 4 Hippieargentinier auch keine Ahnung aber ich habe mich ihnen sicherheitshalber für die nächsten Tage angeschlossen, da sie wenigstens genug zu essen dabei hatten. Die Bilder sprechen denke ich mal für sich aber oben hatte ich wohl eine der schönsten Aussichten überhaupt. Der Inka Weg war für sein Alter auch noch recht gut in Schuss. Im nächsten Tal in alten Inkaruinen wurde dann erst mal gecampt (eigentlich erst die halbe Tagesetappe aber die Argentinier waren eher gemütlich und ich bin in der Höhe noch langsamer). Nettes Essen aber danach gab es Ärger. Ein Bauer erzürnte sich, wir hätten sein Holz benutzt und ein altes Eisengerüst zerstört (Untersetzer für den Topf). Einziger Ausweg für einen Bolivianer in so einer Situation ist das Motto „Auge um Auge…“ und so stand er da, mit der Fackel in der Hand und wollte mein Zelt niederbrennen (Scheisse). Insgesamt konnte ich die Situation wirklich schwer einschätzen die moralischen Einstellungen sind doch sehr verschieden. Das Eisengerüst war schon vorher Schrott und wenn Holz unter Sträuchern auf dem Boden liegt dann ist das Allgemeingut für mich. Anderseits steht da ein beinah weinender Bauer mit Fackel in der Hand vor einem und will Rache. Um die Sache aus der Welt zu schaffen sollten wir einen horrenden Betrag zahlen. Nach langer Diskussion haben wir uns dann darauf geeinigt am nächsten Tag auf seinem Hof zu Arbeiten. Dazu ist es nicht gekommen wir sind einfach am nächsten Tag weiter. Ob das nun Moralisch verwerflich war weiß ich nicht (wollte aber auch nicht für einen wütenden Bauern arbeiten), im Nachhinein erschien es doch zu sehr nach einer Touristenabzocke wobei sehr authentisch. Auch am 2 Tag ging es nicht so weit um 2-3 Uhr wurden die Zelte aufgeschlagen. Es ging durch schöne Berglandschaften, im Tal wechselte es dann in die Yungas. Nun ja aus meinem Plan an meinem Geburtstag in Corioco zurück zusein wurde also nichts. Auch war es mir ein bisschen Unangenehm die ganze Zeit mich von den Hippies durchfüttern zulassen und so entschloss ich mich zu beeilen. Von Kolibrien umschwirrt ging es durch die Yungas immer weiter bergab. Alle 10 Minuten gab es ein Wasserfall in dem man sich Abkühlen konnte. Mit anderen Worten sehr schön. Aber ich habe es nicht geschafft rechtzeitig anzukommen. So habe ich zu meinem Geburtstag bei einem Bauern übernachtet der die ganze Zeit seinen neuen Ofen aus Lehm formte. Etwas anderer Geburtstag und doch sehr schön es fehlte nur ein Bier am Abend. Am nächsten Tag habe ich es dann doch bis Coroico geschafft. Bin wieder in dem schönen Hostel abgestiegen und habe mich über die elektronische Post und die Videos gefreut die ihr mir gesendet habt. Habe erst mal 1 Tag dann am Pool rumgehangen.
Schöne Grüße
Jan



















Hallo Jan ! Schön das du so viel erlebst! Hast ja Glück gehabt das Dein Zelt nicht abgefackelt worden ist! So konntes Du noch ein paar schöne Bilder machen mit und ohne Zelt! 🙂 Ich wünsche Dir weiter eine schöne Reise ! Liebe Grüße Jessi & Basti
Hola Jan, schön was du in den Yungas gesehen hast und ich hoffe du hast später noch auf denen Geburstag angestoßen! Wir haben das in deiner Abwesenheit gemacht! Grüse Silvia und Rudi
Hallo Jan,
schön nach langer Zeit wieder von dir zu hören. Mal wieder backfläsh!! Genau den Track hab ich damals auch gemacht. Sachen gibts. Aber er ist ja auch schön.
Grüße
Philip